Montag, 14. Dezember 2009

Cambodia

Letztes Wochenende habe ich es endlich nach Cambodia geschafft. Tapfer habe ich mir 2 freie Tage erkämpft um über die Grenze nach Angkor Wat zu pilgern (Sara, das ist eine riesige Tempelanlage und gehört zum Weltkulturerbe!).

3 Tage bin ich also in Siem Reap gewesen und mein Chef war so freundlich um via unseren lokalen Agenten ein kostenloses Zimmer zu organisieren. Das Hotel war sehr schön und lag auch bloß 5 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Bin also mit Bus über die Grenze und von da aus hab ich mir mit 2 Australiern ein Taxi geteilt. Die Fahrt und vor allem die Visumbearbeitung hat dann doch etwas gedauert sodass ich froh war bereits um 7 Uhr in Bangkok gestartet zu sein. In Bangkok am Busbahnhof entdeckte ich noch ein Schild mit der Aufschrift „Happy Land“. Keiner konnte mir erklären, was das sein soll. Eines Tages werde ich einfach diesen verdammten Bus ins Happy Land nehmen und sehen was das ist! :D

Im Sonalong Village begrüßte mich also der nette Besitzer und 20 junge australische Sportstudenten (männlich!) die grad am Pool lagen. Nice!!

Nach einem langen Sonnenbad und einem Mittagsschläfchen am Pool ging ich abends die Stadt erkunden. Siem Reap erinnert mich sehr an Deventer. Nur dass sie eigentlich zum größten Teil aus jungen Rucksacktouristen besteht. Also quasi Deventer bestehend aus lauter Khao San Roads – genau mein Fall^^

Schnell lernte ich also andere Touristen kennen mit denen ich den ersten Abend verbrachte. Darunter waren auch einige Engländer und es dauerte nicht lang bis das erste Trinkspiel begann. Musste aber leider früh passen, da ich ja meinen großen Tempeltag vor mir hatte und nicht verschlafen wollte.

Es ging dann auch schon früh um 8 Uhr los und der Hotelbesitzer organisierte einen Tuk Tuk Fahrer, der mich für $10 den ganzen Tag von einem Tempel zum anderen fuhr. Die Tageskarte für das ganze Tempelgebiet hat nochmal $20 gekostet – aber es hatte sich mehr als gelohnt!
Zuerst fuhren wir ca. 30 km durch Dörfer und an Feldern entlang, die so ein schönes Grün hatten, dass ich mir vorkam als ob ich vergessen hätte wie die Natur aussieht – Bangkok sei Dank!

Der erste Tempel, Banteay Srei war schon sehr schön, aber leider auch sehr besucht von einer Schar Japanern, die andauernd im Weg rumstanden und sich, obwohl Stille erwünscht war, lautstark anschrien. Auch dieser Tempel bestand zwar größtenteils noch aus Ruinen, aber es ist echt erstaunlich wie viel noch steht und vor allem wie gut erhalten alles ist, bzw. wie gut restauriert. Hab aber schöne Fotos gemacht und war schon sehr beeindruckt. Aber es ging ja noch weiter…

Danach ging es weiter nach Ta Prohm. Dieser Tempel ist bekannt dafür, dass lauter große Bäume an Mauern und vor allem durch die Mauern hindurch-, bzw. entlangwachsen. Hier wurde übrigens auch Tomb Raider gedreht. Dieser Tempel war zum Glück auch kaum besucht zu dem Zeitpunkt und die exotischen Vogelgeräusche im Hintergrund und dann das Sonnenlicht durch die ganzen Ruinen verleihen dem Ort echt etwas richtig Magisches (es waren keine Drogen im Spiel!!!)!

Nach Ta Phrom fuhren wir weiter nach Bayon. Das Interessante an den ganzen Tempeln ist ja auch im Allgemeinen, dass sie von außen recht normal wirken und man erst im Inneren sieht was für eine unglaubliche Architektur da eigentlich hinter steckt. So auch bei Bayon. Hier konnte man ins Inneres und sogar einige „Etagen“ hochklettern, sodass eine ganz neue Ebene mit Türmen und verzierten Wänden erschien. Das Herausragende an Bayon sind die Gesichter, die in die Türme hinein gemeißelt sind. Und auch hier zum Glück keine Japaner die die Stimmung zerstören konnten. Bloß ruhige europäische Rucksacktouristen die mit ihrem Lonely Planet alle Ecken und Kanten abgesucht haben.

Nach Bayon gönnte ich mir erstmal ein Mittagessen direkt vor Angkor Wat. Die Preise waren hier jedoch relativ hoch, was auch an der Kommission für die Tuk Tuk Fahrer lag.
Kaum hatte ich mich gesetzt, kamen auch schon eine Schar von Kindern an die Postkarten oder Armreifen verkaufen wollten. Hier muss man echt hart bleiben und denen echt nichts geben. Erstaunlich jedoch, wie gut die Kleinen Englisch sprechen können und ein Junge fragte mich woher ich käme. Als ich ihm sagte, dass ich aus Deutschland käme, sagte er ganz stolz, dass Berlin hiervon die Hauptstadt sei. Ich fragte ihn dann noch nach anderen Hauptstädten und er wusste immer die richtige Antwort! :)

Nach meiner $2-Portion für Reis mit Hühnchen ging es also endlich über eine lange Brücke zum langersehnten Angkor Wat. Der ganze Weg dahin ist eigentlich schon ein Spektakel, weil man durch verschiedene Tore hindurch geht und ein riesiges Geländer betritt. Angkor Wat ist von einem See, Feldern und einer großen Steinmauer umgrenzt und ich kann das ganze eig. kaum in Worte fassen.

Leider wurden die „Haupttürme“ z.Z. meines Besuches restauriert, wodurch ein kleiner Teil durch einen grünen Behang nicht sichtbar war. Aber es änderte eigentlich relativ wenig an der Szenerie – denn die war echt traumhaft. In Angkor Wat liegen vergleichsweise relativ wenig Ruinen herum und alles ist durch hölzerne, nachgebaute Treppen gut erreichbar. Peinlich nur, wenn man anderen Touristen begegnet und die einen ganz verwirrt fragen in welchem Tempel sie sich denn grad befinden…ja…

Ich bin bestimmt insgesamt eine ganze Stunde durch Angkor Wat gegangen um es richtig lang genießen zu können. Vier Tempel innerhalb eines Tages sind nämlich ganz schön anstrengend und man muss abends erstmal all seine Eindrücke ordnen. Das ging am besten mit einer Party J
Bin dann also mit den Jungs vom Vorabend auf eine Party gegangen, die Geld für eine lokale Schule und einen ersten Computer gesammelt hat. Ein Feuerspucker war auch anwesend, der einen Trick nach dem anderen ganz hektisch aufführte.

Musste ja aber am nächsten Tag schon wieder früh raus um zurück nach Bangkok zu fahren. Auch hier ging alles gut und nach langem Anstehen an der Grenze zu Thailand war ich am späten Nachmittag zurück in meinem Apartment in Bangkok. Ich habe mich wirklich ein kleines bisschen in Cambodia, bzw. Siem Reap verliebt – denn es ist ja doch ganz anders als Bangkok und ich hoffe wirklich sehr, hier noch einmal hinkommen zu dürfen. :)
Vor der Grenze zu Kambodscha

Mein Hotel - Sonalong Village

Sonnenuntergang in Siem Reap


Siem Reap

"Squid get pregnant" - whatever!


Mit Siem Reap's Strassenkindern


Alle Tempel auf einen Blick


Aeffchen!!!


Eingang zu Bantey Srei


Bantey Srei


Tuerme von Bantey Srei


Bantey Srei

See vor Bantey Srei


Gartendeko fuer Mamas Nachbarn :)


Natur im Tempelgebiet


Und die Japanerin laesst erstmal ihre Blagen mit den Strassenkindern fuer's Fotoalbum posieren!!


Ta Prohm


Riesige Baeume die sich auf dem Tempelgebiet hindurchwenden


Ta Prohm


Kunstvolle Tempelwaende


Ta Prohm


Ta Prohm


Ta Prohm


Bayon


Bayon


Tuerme von Bayon


Ehemalige Bibliothek von Bayon


Turm mit Gesicht gemeisselt


Bayon


Bayon


Bayon


:)


Auf dem Weg nach Angkor Wat


Angkor Wat


Im Inneren Angkor Wats


Angkor Wat


Rueckseite Angkor Wats


Angkor Wat


Angkor Wat


Angkor Wat


Hab den Namen vergessen, war aber lustig :)