Wenn die Verkäufer dicke Portemonnaies oder einfach nur Interesse erahnen, holen sie ihren 2m langen Krallstock raus um das Touristenboot zu ihrem Stand zu ziehen und führt den Touristen, die ja schlecht fliehen können, erstmal alles vor. So und dann heißt es handeln! Ich glaub, dass ich das erst noch lernen muss. Denn wo erfahrene Käufer einem raten, bloß 30% des verlangten Preisses zu bezahlen, pendel ich mich immer so um die 56-60% ein. Irgendwie muss ich das also noch lernen, hartnäckiger zu werden und vor allem bzgl. des Preises tiefer zu stapeln. Neben den ganzen Souvenierständen, werden auch zahlreiche Gerichte angeboten, die auch widerum auf Booten zubereitet werden und die Wasserstraßen entlangfahren. Alles wird frisch zubereitet und zumindest das, was wir uns zwischendurch zum probieren geholt haben, schmeckte einfach nur lecker.
Natürlich hat man neben den Einkaufsmöglichkeiten zu Wasser auch noch die Möglichkeit, die vielen Stände an den Ufern selber zu betreten (hier sind die meisten Preise allerdings durch Preisschilder festgelegt – also gut für mich…oder auch nicht!). Wir haben beim schlendern entlang der Stände viel Obst gekauft (oder kaufen müssen), da die Verkäuferinnen einfach irgendwelche Früchte in den Mund stecken – völlig überraschend und die sind dann so lecker, dass man sich einfach mal ein halbes Kilo davon mitnimmt.
Nach dem Floating Market ging es weiter nach Kanchanaburi zum Kwai River und der berühmten Todeseisenbahnstrecke. Dazu passend haben wir auch ein kleines Museum besucht, welches Bilder und Zeitungsausschnitte aus der Zeit während des 2. Weltkrieges ausstellt, in der diese Eisenbahnstrecke von Zwangsarbeitern gebaut wurde. Ziemlich heftig das ganze, vor allem als es am folgenden Tag auch noch zum Hell-Fire-Pass ging, der ziemlich in den Dschungel hineinragt. Die Wanderung hat gut 2 Stunden gedauert und war – nicht nur wegen der Hitze und Feuchtigkeit – anstrengend. Eine ziemliche Qual waren die vielen Mücken, die ordentlich viele und faustdicke Mückenstiche hinterlassen haben. Diese Stiche haben sich in den nächsten Tagen übrigens in alle möglichen Farben verwandelt, so dass mein Bein wie das eines Sterbenskranken aussah. Naja, meine Gliedmaßen sehen jetzt wieder einigermaßen normal aus J
Die 2 Abende haben wir übrigens in 2 verschiedenen Hotels verbracht, die beide einfach nur toll waren. Im ersten Hotel hatte ich ein Zimmer, dessen Rückseite direkt in den Dschungel zeigte. Nachts konnte ich leider wegen der vielen ungewohnten Geräusche nicht einschlafen^^ Dafür war ich aber ganz begeistert über den Pool, der direkt am Ende eines Wasserfalls lag. Einfach nur idyllisch! Abends ging es dann noch zu einem traditionellen Mon-Dance, der von merkwürdiger, aber toll klingender Musik begleitet wurde.
Die zweite Nacht waren wir in einem sogenannten Jungle Raft, einem auf Wasser treibenden Hotel. Mein Bungalow schwamm also quasi direkt auf dem Kwai River und meine Terasse (siehe Bild) dementsprechend einmalig.
Am Nachmittag sind wir noch mit dem Bummelzug von Ban Nam Tok, der entlang des River Kwais uns bis nach Ta Ke Len brachte, wo wir lecker zu Mittag aßen und ich feststellen musste, dass ich schon beinah meine ganze Speicherkarte vom Handy vollgeknipst hatte.
Am 3. Tag fuhren wir mit unserer Reisegruppe in den Erawan Nationalpark um dort den Erawan Wasserfall zu besteigen. Dieser besteht nämlich aus 7 Etappen und bei jeder findet man eigentlich ein Becken (und natürlich einen Wasserfall) , in dem man schwimmen gehen kann. Es war einfach nur traumhaft und das Wasser tat gut, bei all der Kletterei und der Hitze. Denn bis zur 7. „Etage“ sind es gut 2 km über Stock und Stein AUFWÄRTS. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte die Wahnsinnsidee um mit Flipflops da hochzusteigen und leiiider riss der erste bei der 5. Etappe. Da es mir zu riskant war um halbbarfuß den weiteren Weg bergauf fortzusetzen, bin ich halb am humpeln wieder zurück geklettert. Die schmunzelnden Blicke der entgegen kommenden Leute haben die Situation für mich auch nicht leichter gemacht und ich wollte einfach nur noch runter und sprichwörtlich abtauchen! Unten angekommen (wo viele thailändische Familien miteinander picknicken und wo eig. kein Touri bleibt um zu schwimmen) musste ich mich erst einmal abkühlen, da ich klatschnass war von diesem anstrengenden Weg. Nun stand ich da also und wollte ins Wasser springen, als mir auffiel, dass alle Thais mit voller Montur im Wasser waren. Da ich nicht mit meinen Klamotten ins Wasser wollte und ja meinen Bikini drunter anhatte, war ich also ganz verwirrt ob ich jetzt irgendwem auf den Fuß treten würde, wenn ich mich ausziehen würde. Manche Thais fingen schon an mich zu beobachten und haben meine Unsicherheit wohl bemerkt, denn alle grinsten ganz doof und warteten wohl bloß darauf, was ich als nächstes tue. Zum Glück stand bald eine andere Touristin aus Australien neben mir, die ich fragen konnte, ob man hier wohl ganz normal in Badesachen schwimmen gehen durfte und sie mir versicherte, dass das kein Problem sei und die Thais es halt nur gewohnt wären, mit Kleidung ins Wasser zu gehen. Ganz schnell bin ich also ins Wasser gesprungen und musste feststellen, dass es dort Knabberfische gab. Das sind keine Piranhas, sondern Fische, die leicht an einem knabber um Hautschuppen abzunagen. Es kitzelt ganz leicht und oft sieht man auch in Bangkok Schilder an Läden, die ganze Therapien mit diesen Fischen anbieten.
Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch mehr dieser Touren fahren darf oder spätestens selbst als Gast mitmache, wenn Jan zu Besuch ist. Wenn ihr aber mal auf unserer Homepage von Green Wood Travel nachschaut werdet ihr sehen, dass ganz viele tolle Touren angeboten werden. Erfrischt ging es jedenfalls wieder zurück nach Bangkok wo ich müde ins Bett sank und froh war, so eine tolle erste Woche in Thailand gehabt zu haben.

Beneidenswert das ganze. Ich sehe dir geht wohl ziemlich gut da unten.
AntwortenLöschenPass mit der Würgeschlange um den Hals auf ;)
Lg aus Deventer